Shore und Treatwell verfolgen komplett unterschiedliche Ansätze. Shore ist Software die Sie auf Ihrer Website nutzen. Treatwell ist eine Plattform auf der Kunden Sie finden. Beide haben ihre Berechtigung.
| Kriterium | term-in | Treatwell |
|---|---|---|
| Modell | Software (eigene Website) | Plattform (Treatwell-App) |
| Preis | Ab €39/Monat fest | €0 + 25-35% Provision |
| Kundendaten | Gehören Ihnen | Gehören Treatwell |
| Kassensystem | Integriert | Nein |
| Neukunden | Über Google/eigene Website | Über Treatwell-App |
| Bewertungen | Nicht integriert | Eigenes System (nicht Google) |
| Abhängigkeit | Gering | Hoch |
Shore ist Software die auf Ihrer Website läuft. Kunden buchen bei IHNEN, nicht bei einer Plattform. Kundendaten gehören Ihnen. Bewertungen gehen auf Google. Wenn Sie Shore verlassen, nehmen Sie alles mit. Der Preis ist fix: €39-119/Monat, egal wie viele Buchungen.
Treatwell bringt Neukunden über die Plattform — das ist der größte Vorteil. Aber: 25-35% Provision auf Neukunden, Kunden kennen Treatwell nicht Sie, Bewertungen bleiben auf Treatwell. Langfristig bauen Sie Treatwells Marke auf, nicht Ihre eigene.
term-in kombiniert die Vorteile beider: Eigene Website (wie Shore), günstiger (€29 vs €39), plus automatische Google-Bewertungen (weder Shore noch Treatwell bieten das). Keine Provision, keine Abhängigkeit. Hinweis: Wir sind Anbieter von term-in — testen Sie alle drei und entscheiden Sie selbst.
Sie haben sich entschieden zu wechseln? Checkliste: 1) Neues System einrichten und parallel laufen lassen (1 Woche). 2) Stammkunden per SMS informieren: „Ab sofort noch einfacher buchen auf unserer Website.“ 3) Google Business Profile aktualisieren (Buchungslink). 4) Altes System erst deaktivieren wenn 80% der Buchungen über das neue System laufen. 5) Auf keinen Fall beide Systeme dauerhaft parallel — das verwirrt Kunden. Der gesamte Wechsel dauert erfahrungsgemäß 2-3 Wochen. Die meisten Kunden merken kaum einen Unterschied.
Shore (ehemals Shore.com, jetzt Teil der Telekom-Welt) ist einer der bekanntesten deutschen Anbieter für Terminbuchung und Geschäftsprozesse. Stärken: Deutscher Anbieter mit Servern in Deutschland, DSGVO-konform ohne Zusatzaufwand, breites Funktionsspektrum (Buchung, Kasse, Marketing), guter deutscher Support. Schwächen: Kein KI-Chat (nur klassisches Formular), SMS-Erinnerungen kosten extra (5ct pro SMS), keine automatischen Google-Bewertungsanfragen, Multi-Branchen-Ansatz statt Beauty-Spezialisierung. Shore eignet sich für Salons die ein deutsches Rundum-Paket wollen und auf KI verzichten können. term-in eignet sich für Salons die KI-basierte Buchung, inklusive SMS und automatische Bewertungen priorisieren.
Shore Essential: €39/Monat — Online-Buchung, Kundenmanagement, Basismarketing. Shore Plus: €59/Monat — zusätzlich Kasse, Marketing-Automatisierung. Shore Premium: €69/Monat — Vollpaket mit allen Features. Dazu kommen: SMS-Kosten (5ct/Stück, bei 16 Terminen und 2 SMS: €48/Monat extra), Setup-Gebühr je nach Tarif. term-in Pro: €29/Monat — KI-Chat, SMS inklusive, Bewertungen inklusive. term-in Business: €79/Monat — Multi-Mitarbeiter, erweiterte Features. Gesamtkosten für einen typischen Salon mit einem Mitarbeiter: Shore Plus + SMS = €107/Monat. term-in Pro = €29/Monat. Differenz: €78/Monat, €936/Jahr.
Online-Buchung: Shore bietet ein klassisches Web-Formular, sauber und funktional. term-in bietet einen KI-Chat, der natürliche Sprache versteht. Vorteil term-in: höhere Buchungsrate bei Erstbesuchern. Kasse/Payment: Shore hat ein integriertes Kassensystem mit TSE. term-in nicht — hier brauchen Sie eine separate Kasse. Vorteil Shore für Salons die alles in einem wollen. Marketing: Shore bietet E-Mail-Marketing und Kampagnen. term-in fokussiert auf automatische Google-Bewertungen (wichtiger für lokales SEO). Mehrsprachigkeit: term-in versteht 4 Sprachen nativ. Shore arbeitet einsprachig. In Großstädten mit internationaler Kundschaft ein entscheidender Vorteil für term-in.
Shore ist die bessere Wahl wenn: Sie ein integriertes Kassensystem brauchen (term-in bietet keine Kasse), Sie bereits im Telekom-Ökosystem sind und Synergien nutzen wollen, Sie E-Mail-Marketing-Kampagnen planen, Sie mehrere Standorte zentral verwalten wollen. Shore ist ein solides deutsches Produkt für Salons die einen traditionellen All-in-One-Ansatz bevorzugen. Der Kompromiss: Höhere Kosten, kein KI, keine automatischen Bewertungen. Für Salons deren größtes Problem No-Shows und fehlende Google-Bewertungen sind, bietet term-in die gezieltere (und günstigere) Lösung.
Das Nicht-Absagen hat psychologische Gründe die über reines Vergessen hinausgehen. Sozialer Druck: Viele Menschen empfinden das Absagen eines Termins als unangenehm — besonders wenn sie den Grund nicht nennen wollen. Lieber nicht erscheinen als erklären zu müssen warum. Prokrastination: Der Kunde denkt „ich sage später ab“ und vergisst es dann wirklich. Kognitive Dissonanz: Der Kunde will kommen, hat aber gleichzeitig etwas Besseres vor. Er löst den Konflikt indem er beides ignoriert. Die Lösung: Machen Sie das Absagen so einfach wie möglich. Ein einziger Link in der SMS-Erinnerung: „Können Sie nicht kommen? Hier mit einem Klick stornieren.“ Kunden die einfach stornieren können, tun das auch — und der Slot wird frei für die Warteliste. Jede Absage ist besser als ein No-Show, weil der Slot noch gerettet werden kann.
Jedes Buchungssystem hat Kosten die nicht auf der Preisseite stehen. Einarbeitungszeit: Wie lange braucht Ihr Team um das System zu beherrschen? 2 Stunden oder 2 Wochen? Bei 3 Mitarbeitern und €15/h sind 8 Stunden Einarbeitung = €360 einmalige versteckte Kosten. Kundenverlust während der Umstellung: Erfahrungsgemäß gehen bei einem Systemwechsel 5-10% der Buchungen vorübergehend verloren. Bei €5.000 Monatsumsatz sind das €250-500 Verlust im Umstellungsmonat. Support-Qualität: Wenn das System ausfällt und der Support erst nach 48 Stunden antwortet, ist das teurer als jede Monatsgebühr. Export-Lock-in: Können Sie Ihre Kundendaten exportieren wenn Sie wechseln wollen? Manche Anbieter machen den Export absichtlich schwer. Prüfen Sie das VOR dem Vertragsabschluss. Vertragslaufzeit: Monatsverträge sind immer flexibler als Jahresverträge — auch wenn der Jahrespreis günstiger aussieht.
Treatwells Provisionsmodell ist komplex. Neukunden (erstmalige Buchung über Treatwell): 20-35% Provision auf den Dienstleistungspreis. Bei einem €60-Service: €12-21 an Treatwell. Bestandskunden (erneute Buchung über Treatwell): 5-10% Provision. Bei €60: €3-6. Dazu: Monatliche Grundgebühr je nach Tarif und Region. Das Problem: Wenn ein Neukunde zum Stammkunden wird aber weiterhin über Treatwell bucht, zahlen Sie dauerhaft Provision. Bei 10 Besuchen pro Jahr à €60: €30-60 Provision pro Stammkunde pro Jahr. Bei 50 solchen Kunden: €1.500-3.000 jährlich für Kunden die längst „Ihre“ Stammkunden sind. Die wirtschaftlich sinnvolle Strategie: Treatwell als Neukunden-Akquise-Kanal nutzen, aber jeden Neukunden beim ersten Besuch aktiv zur Direktbuchung konvertieren.
Ein unterschätztes Risiko: Was passiert mit Ihren Kundendaten und Terminen wenn Ihr Software-Anbieter insolvent geht, gehackt wird, oder den Dienst einstellt? Prüfen Sie vor Vertragsabschluss: Datenexport — Können Sie jederzeit einen vollständigen Export Ihrer Kundendaten herunterladen? In welchem Format (CSV, Excel)? Wie aktuell ist der Export? Backup-Strategie — Wo werden Ihre Daten gespeichert? Wie oft werden Backups erstellt? Was ist die maximale Datenverlustzeit bei einem Serverausfall? Ausfallsicherheit — Wie hoch ist die garantierte Verfügbarkeit? 99,9% bedeutet maximal 8,7 Stunden Ausfall pro Jahr. Weniger ist für geschäftskritische Anwendungen nicht akzeptabel. Verkäufer-Lock-in — Wie einfach ist der Wechsel zu einem anderen Anbieter? Gibt es Mindestvertragslaufzeiten? Werden Daten nach Kündigung gelöscht oder können Sie sie mitnehmen?
Bevor Sie in Marketing investieren sollten Sie wissen was die Konkurrenz macht. Google-Maps-Recherche: Suchen Sie „Friseur + Ihr Stadtteil“. Wer erscheint in den Top 3? Wie viele Bewertungen haben sie? Wie ist ihr Google-Profil gestaltet? Website-Check: Haben die Top-Konkurrenten Online-Buchung? Wie schnell lädt ihre Website? Welche Dienstleistungen und Preise bieten sie? Instagram-Analyse: Follower-Zahl, Posting-Frequenz, Engagement-Rate (Likes/Kommentare pro Post). Bewertungs-Analyse: Lesen Sie die negativen Bewertungen der Konkurrenz — dort stehen die unerfuellten Kundenwünsche die SIE erfüllen können. Preisvergleich: Sind Sie teurer oder günstiger? Beides ist okay, aber Sie müssen es wissen und kommunizieren. Diese Analyse dauert 2-3 Stunden und sollte halbjährlich wiederholt werden. Die Erkenntnisse sind unbezahlbar für Ihre Positionierung.
No-Shows verursachen eine Kettenreaktion negativer Effekte die weit über den direkten Umsatzverlust hinausgehen. Mitarbeiter-Motivation: Nichts demotiviert ein Team mehr als leere Stühle bei einem vollen Terminkalender. Die Frustration akkumuliert sich und führt langfristig zu höherer Fluktuation. Kundenservice-Qualität: Wenn Mitarbeiter frustriert sind, leidet die Beratung und Freundlichkeit — ein Teufelskreis der weitere Kunden vertreibt. Planungsunsicherheit: Wie viel Material vorbereiten? Wie viele Mitarbeiter einplanen? No-Shows machen jede Planung zur Lotterie. Finanzdruck: Regelmäßige Umsatzausfälle führen zu finanzieller Anspannung die sich auf Investitionsentscheidungen auswirkt. Der Salon investiert weniger in Weiterbildung, Equipment und Marketing — und verliert dadurch langfristig an Wettbewerbsfähigkeit. Die Gesamtkosten eines No-Shows liegen konservativ beim 2,5-fachen des direkten Umsatzverlusts.
Die Nutzung von WhatsApp (auch WhatsApp Business) für Kundenkommunikation ist datenschutzrechtlich problematisch. WhatsApp übermittelt Metadaten (wer kommuniziert wann mit wem) an Meta in die USA. Das Telefonbuch des Geschäftshandys wird hochgeladen — inklusive Kontakte die keine WhatsApp-Nutzer sind und nie eingewilligt haben. Die Verarbeitung erfolgt auf Servern außerhalb der EU. Seit dem Schrems-II-Urteil ist die Übermittlung personenbezogener Daten in die USA nur unter strengen Bedingungen zulässig. Was bedeutet das praktisch? Sie brauchen eine dokumentierte Einwilligung jedes einzelnen Kunden bevor Sie ihm über WhatsApp schreiben. Ein pauschales „Ich nutze WhatsApp Business“ reicht nicht. Bei einer Beschwerde oder Prüfung durch die Datenschutzbehörde können Bußgelder drohen. SMS über einen EU-Anbieter ist datenschutzrechtlich die sicherere Alternative.
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