Booksy und Treatwell sind beides Plattformen auf denen Kunden Salons finden und buchen. Aber sie sprechen unterschiedliche Zielgruppen an.
| Kriterium | term-in | Treatwell |
|---|---|---|
| Stärke | Barbershops | Friseursalons |
| Preis | €29-49/Monat | Provision 25-35% |
| App-Community | International, jung | Stark in DACH |
| Kundendaten | Bei Booksy | Bei Treatwell |
| Bewertungen | In der App | In der App |
Booksy hat sich als Barber-Plattform etabliert. Junge Zielgruppe, Instagram-Integration, internationale Community. In Deutschland wachsend.
Treatwell ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz der bekannteste Salon-Marktplatz. Millionen Nutzer, hohe Markenbekanntheit. Stärke: Neukunden-Gewinnung durch Plattform-Reichweite.
Beide Plattformen haben das gleiche Problem: Ihre Kunden gehören der Plattform. Nutzen Sie eine oder beide für Neukundengewinnung, aber bauen Sie parallel eigene Google-Präsenz auf — mit term-in für €29/Monat. Langfristig ist Unabhängigkeit wertvoller.
Sie haben sich entschieden zu wechseln? Checkliste: 1) Neues System einrichten und parallel laufen lassen (1 Woche). 2) Stammkunden per SMS informieren: „Ab sofort noch einfacher buchen auf unserer Website.“ 3) Google Business Profile aktualisieren (Buchungslink). 4) Altes System erst deaktivieren wenn 80% der Buchungen über das neue System laufen. 5) Auf keinen Fall beide Systeme dauerhaft parallel — das verwirrt Kunden. Der gesamte Wechsel dauert erfahrungsgemäß 2-3 Wochen. Die meisten Kunden merken kaum einen Unterschied.
Achten Sie auf Vertragslaufzeiten. Manche Anbieter binden Sie für 12-24 Monate — wenn das System nicht passt, zahlen Sie trotzdem. term-in hat keine Mindestlaufzeit: Monatlich kündbar, jederzeit. Das zwingt uns besser zu sein — weil Sie jederzeit wechseln können. Bei Anbietern mit langen Laufzeiten: Fragen Sie VORHER nach Kündigungsfristen und testen Sie ausführlich bevor Sie unterschreiben.
Treatwell ist eine Buchungsplattform — kein reines Salon-Tool. Der fundamentale Unterschied: Kunden buchen auf treatwell.de, nicht auf Ihrer Website. Treatwell bringt Neukunden (positiv), aber diese Kunden gehören Treatwell (negativ). Bei jedem über Treatwell gebuchten Termin zahlen Sie Provision: 20-35% bei Neukunden, 5-10% bei Bestandskunden. Bei einem €50-Service sind das €10-17,50 Provision pro Neukunde. Monatlich bei 30 Treatwell-Buchungen: €300-525 Provision. Dazu kommt die monatliche Gebühr. Treatwell kann sich trotzdem lohnen — aber nur als Ergänzung, nicht als Hauptbuchungskanal.
Die Rechnung muss stimmen: Wenn Sie über Treatwell einen Neukunden gewinnen der zum Stammkunden wird (z.B. 10 weitere Besuche direkt bei Ihnen), hat sich die einmalige Provision gelohnt. Customer Acquisition Cost: €15. Customer Lifetime Value: €400+. ROI: Excellent. Aber: Wenn der Kunde immer über Treatwell bucht (weil er die App nutzt, nicht Ihre Website), zahlen Sie bei jedem Besuch Provision. 10 Besuche à €50 mit 10% Bestandskunden-Provision: €50 Provision. Das ist kein Akquise-Kanal mehr, sondern eine permanente Umsatzsteuer. Die Lösung: Treatwell-Kunden beim ersten Besuch zur Direktbuchung konvertieren. Karte mit QR-Code zur eigenen Buchungsseite, „Nächstes Mal direkt bei uns buchen — sparen Sie Gebühren und wir geben 5% Rabatt.“
Treatwell: + Bringt Neukunden die Sie sonst nicht gefunden hätten. + Professionelle App und Plattform. - Provision bei jedem Termin. - Kunden gehören der Plattform. - Kein Einfluss auf Bewertungen und Ranking. Eigene Online-Buchung (z.B. term-in): + Keine Provision. + Kunden buchen bei Ihnen, Daten gehören Ihnen. + Google-Bewertungen stärken Ihr Profil. + KI-Chat für bessere Conversion. - Sie müssen selbst für Traffic sorgen. Die optimale Strategie für viele Salons: Treatwell als Neukunden-Kanal beibehalten, aber Bestandskunden konsequent auf die eigene Buchung umleiten. So nutzen Sie Treatwells Reichweite ohne in die Provisionsfalle zu tappen.
Phase 1 (Monat 1-2): Eigene Online-Buchung einrichten und parallel zu Treatwell laufen lassen. Website mit Buchungswidget ausstatten. Google Business Profil aktualisieren. Phase 2 (Monat 3-4): Bei jedem Treatwell-Kunden im Salon die eigene Buchung promoten. Visitenkarte mit QR-Code. „5% Rabatt bei Direktbuchung.“ SMS an bestehende Kunden mit neuem Buchungslink. Phase 3 (Monat 5-6): Treatwell-Profil auf weniger Slots reduzieren. Nur noch 20-30% der Kapazität auf Treatwell anbieten, den Rest exklusiv über die eigene Buchung. Phase 4 (ab Monat 7): Entscheidung: Treatwell komplett beenden oder als Neukunden-Kanal mit minimaler Kapazität weiterlaufen lassen. Erfahrungswert: 60-70% der Treatwell-Kunden wechseln innerhalb von 3 Monaten zur Direktbuchung.
Der Markt für Salon-Software konsolidiert sich rapide. 2020 gab es noch über 50 relevante Anbieter in Deutschland. 2026 dominieren die Top 10 über 80% des Marktes. Was bedeutet das für Ihre Entscheidung? Setzen Sie auf Anbieter die wachsen, nicht auf solche die stagnieren — denn stagnierende Anbieter werden früher oder später aufgekauft oder eingestellt. Achten Sie auf die Entwicklungsgeschwindigkeit: Wie oft kommen neue Features? Ein Update pro Quartal ist gut, ein Update pro Jahr ist ein Warnsignal. KI wird zum Standard: Systeme ohne KI-Komponente (natürliche Sprachverarbeitung, intelligente Terminvorschläge, automatische Optimierung) werden in 2-3 Jahren veraltet wirken. Dateneigentum wird zum Differentiator: Plattformen die Kundendaten als ihr Eigentum betrachten verlieren gegen Systeme die dem Salon volle Datenkontrolle geben. Wählen Sie ein System das in 3 Jahren noch relevant sein wird — nicht nur heute.
Ihr Google Business Profil ist Ihre wichtigste digitale Visitenkarte. Vollständigkeit der Angaben: Name (exakt wie auf dem Türschild), Adresse, Telefon, Website, Öffnungszeiten (auch Feiertage!), Kategorie (primär: Friseursalon, sekundär: z.B. Barbershop), Dienstleistungen mit Beschreibung und Preis. Fotos: Mindestens 15 Fotos, davon 3 Außenansicht, 3 Innenansicht, 5 Arbeitsbeispiele, 2 Team-Fotos, 2 Detailaufnahmen. Aktualisieren Sie Fotos monatlich — Google bevorzugt Profile mit frischen Bildern. Google Posts: Veröffentlichen Sie wöchentlich einen Post: Angebote, neue Dienstleistungen, Team-News, saisonale Tipps. Posts erscheinen direkt in Ihrem Google-Profil und signalisieren Google dass Ihr Profil aktiv gepflegt wird. Q&A-Bereich: Beantworten Sie häufige Fragen proaktiv bevor Kunden sie stellen. Parken, Barrierefreiheit, Bezahlmöglichkeiten, Terminvereinbarung.
Bei einer Kassenprüfung (Kassennachschau) kommt der Prüfer unangekündigt. Was er sehen will: TSE-Export der letzten Monate, Lückenlosigkeit der Belegnummern (fehlende Nummern sind ein Alarmsignal), Tagesabschlüsse (Z-Berichte), Stornierungsquote (ungewöhnlich hohe Stornos deuten auf Manipulation), Verhältnis Bar zu Kartenzahlung. Die häufigsten Fehler die zu Nachzahlungen führen: Fehlende Einzelaufzeichnungen (nur Tagessummen statt Einzelbons), Lücken in der Belegnummernfolge, Keine TSE installiert, Kassenbuch nicht tagesaktuell geführt. Die Konsequenz bei Mängeln: Das Finanzamt darf den Umsatz schätzen — und schätzt immer nach oben. Eine Schätzung von 20-40% über dem tatsächlichen Umsatz ist keine Seltenheit. Bei €150.000 Jahresumsatz und 30% Aufschlag: €45.000 zusätzliches zu versteuerndes Einkommen. Ein ordnungsgemäßes Kassensystem ist die günstigste Versicherung gegen dieses Risiko.
Nicht alle Keywords sind gleich wertvoll. Hochwertige Salon-Keywords (mit Buchungsabsicht): „Friseur [Stadtteil]“, „Friseur in meiner Nähe“, „Friseur online buchen [Stadt]“, „Herrenfriseur [Stadt]“. Diese Keywords haben klare Buchungsintention — der Suchende will einen Termin. Informative Keywords (gut für Blog): „Balayage Kosten“, „Haare spenden wo“, „Frisur für rundes Gesicht“. Diese bringen Traffic aber selten direkte Buchungen. Gut für Markenbekanntheit und Google-Autorität. Vermeiden: Zu generische Keywords („Friseur“ ohne Ort — keine Chance gegen große Portale), zu spezifische Keywords („blonder Balayage Friseur Hinterhof Kreuzberg Dienstag“ — kein Suchvolumen). Die goldene Mitte: 3-5 lokale Keywords auf der Startseite optimieren, 1-2 informative Keywords pro Blog-Artikel.
Eine negative Bewertung fühlt sich an wie ein Schlag ins Gesicht. Aber strategisch betrachtet ist sie eine Chance. Erstens: Ein Profil mit ausschließlich 5-Sterne-Bewertungen wirkt unglaubwürdig. 4,6-4,8 Sterne konvertieren besser als 5,0 weil sie authentischer wirken. Zweitens: Ihre Antwort auf negative Bewertungen ist Marketing. Potenzielle Neukunden lesen nicht nur die Bewertung, sondern auch Ihre Reaktion. Eine professionelle, empathische Antwort zeigt: „Dieser Salon nimmt Feedback ernst.“ Das überzeugt mehr als jede Werbeanzeige. Drittens: Konstruktives Feedback enthält oft echte Verbesserungspotenziale. Wenn drei Kunden die Wartezeit kritisieren, ist das kein Zufall sondern ein Signal. Die goldene Regel: Nie emotional reagieren. Immer 24 Stunden warten bevor Sie antworten. Immer sachlich und lösungsorientiert bleiben.
Nicht jeder Termin hat das gleiche No-Show-Risiko. Typische Muster die sich in Salondaten zeigen: Montag-Morgen-Termine haben 30% höhere No-Show-Raten als Mittwoch-Nachmittag. Ersttermine (Neukunden) haben doppelt so hohe No-Show-Raten wie Stammkunden-Termine. Termine die mehr als 2 Wochen im Voraus gebucht wurden haben 40% höhere No-Show-Raten als kurzfristige Buchungen. Regentage erhöhen die No-Show-Rate um 15-20%. Was können Sie mit diesen Daten tun? Montag-Morgen-Slots strategisch überbuchen (einen Extra-Termin einplanen der wahrscheinlich ausfaellt). Neukunden eine zusätzliche Bestätigungs-SMS 48h vorher schicken. Langfristige Buchungen mit drei statt zwei Erinnerungen versehen. An Regentagen proaktiv anrufen und Bestätigung einholen. Mit diesen Strategien können Sie die No-Show-Rate um weitere 20-30% senken — zusätzlich zu den SMS-Erinnerungen.
Der deutsche Markt für Salon-Software ist vielfältig. Neben Shore und term-in gibt es weitere Optionen: Treatwell Connect (€49+/Monat, Marketplace-Modell mit Neukunden-Zugang), Fresha (kostenloser Grundtarif, Provision auf Zahlungen), Planity (französischer Anbieter, expandiert nach Deutschland), Timify (generische Terminbuchung, nicht beauty-spezifisch), SimplyBook.me (flexibel, aber komplex), Booksy (stark bei Barbershops). Jeder Anbieter hat seine Nische. Shore positioniert sich als deutscher All-in-One-Anbieter für verschiedene Branchen. Der Vorteil: Breites Feature-Set. Der Nachteil: Nichts ist beauty-spezifisch optimiert. Für einen Yoga-Lehrer und einen Friseursalon dasselbe System zu nutzen bedeutet Kompromisse bei branchenspezifischen Features. Spezialisierte Anbieter wie term-in bieten Features die Shore strukturell nicht bieten kann: KI-basierte natürliche Sprachbuchung, automatische Bewertungsanfragen, Mehrsprachigkeit.
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