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Fresha vs Planity: Vergleich 2026

Fresha (UK) und Planity (Frankreich) expandieren nach Deutschland. Beide bieten Salon-Buchung — aber mit unterschiedlichen Modellen.

Kriteriumterm-inPlanity
HerkunftUKFrankreich
GrundgebührKostenlosAb €49/Monat
Gebühren2,19% + €0,20/Kartenz.Keine
Kunden-AppJaJa
SMSExtraInklusive
DatenstandortUK/USAFrankreich/EU

Fresha: Kostenlos mit versteckten Kosten

Keine Grundgebühr, aber Transaktionsgebühren bei Kartenzahlung. Bei aktivem Salon effektiv €300-400/Monat. Internationaler Marketplace bringt Neukunden.

Planity: Festpreis, klare Kalkulation

€49/Monat, keine Überraschungen. Eigene Kunden-App. In Frankreich Marktführer, in Deutschland wachsend. Support manchmal auf Französisch.

Alternative: term-in

Günstiger als beide (€29), dafür kein Marketplace/App. Kunden buchen auf IHRER Website, Daten in Deutschland. Für Salons die Unabhängigkeit wollen. Alle Preise können sich ändern.

Wechsel-Checkliste: So migrieren Sie schmerzfrei

Sie haben sich entschieden zu wechseln? Checkliste: 1) Neues System einrichten und parallel laufen lassen (1 Woche). 2) Stammkunden per SMS informieren: „Ab sofort noch einfacher buchen auf unserer Website.“ 3) Google Business Profile aktualisieren (Buchungslink). 4) Altes System erst deaktivieren wenn 80% der Buchungen über das neue System laufen. 5) Auf keinen Fall beide Systeme dauerhaft parallel — das verwirrt Kunden. Der gesamte Wechsel dauert erfahrungsgemäß 2-3 Wochen. Die meisten Kunden merken kaum einen Unterschied.

Vertragslaufzeiten: Flexibilität oder Lock-in?

Achten Sie auf Vertragslaufzeiten. Manche Anbieter binden Sie für 12-24 Monate — wenn das System nicht passt, zahlen Sie trotzdem. term-in hat keine Mindestlaufzeit: Monatlich kündbar, jederzeit. Das zwingt uns besser zu sein — weil Sie jederzeit wechseln können. Bei Anbietern mit langen Laufzeiten: Fragen Sie VORHER nach Kündigungsfristen und testen Sie ausführlich bevor Sie unterschreiben.

Detaillierter Feature-Vergleich: Was zählt für Salons 2026

Die wichtigsten Features für einen Salon 2026 sind: 24/7-Buchbarkeit (72% der Kunden buchen außerhalb der Öffnungszeiten), automatische Erinnerungen (reduziert No-Shows um 55-65%), Google-Bewertungsmanagement (wichtigster lokaler Ranking-Faktor), mehrsprachige Kommunikation (in Großstädten unverzichtbar), und DSGVO-Konformität (bei außereuropäischen Anbietern oft problematisch). term-in deckt alle fünf Bereiche ab. Fresha fokussiert auf Beauty-Marketplace, Payment — mit Stärken bei Kostenloser Grundtarif, gutes Payment-System, aber Schwächen bei 2,19% + 20ct pro Zahlung, Kunden gehören Fresha. Die Entscheidung hängt davon ab, welche Prioritäten Ihr Salon setzt.

Preisvergleich: Versteckte Kosten beachten

Der Listenpreis ist nur die halbe Wahrheit. term-in Pro kostet €29/Monat inklusive KI-Chat, SMS-Erinnerungen und automatische Bewertungsanfragen. Fresha liegt bei €0 Basis + Provision. Aber rechnen Sie die Gesamtkosten: SMS-Erinnerungen — bei term-in inklusive, bei vielen Anbietern 5-15ct pro SMS extra. Bei 16 Terminen pro Tag und 2 Erinnerungen sind das €48-144 extra im Monat. Google-Bewertungen — bei term-in automatisch, sonst manueller Aufwand von 15-30 Minuten täglich (Wert: €200-400/Monat bei Mindestlohn). Provisionen — einige Plattformen nehmen 2-20% pro Buchung. Bei €3.000 Monatsumsatz über die Plattform sind das €60-600 extra. Fazit: Der günstigste Listenpreis ist selten die günstigste Lösung.

DSGVO und Datenschutz: Wo liegen Ihre Kundendaten?

Für deutsche Salons ist DSGVO-Konformität nicht optional. Fresha kommt aus UK — Server und Datenverarbeitung unterliegen den dortigen Gesetzen. Bei außereuropäischen Anbietern benötigen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und müssen Kunden in Ihrer Datenschutzerklärung über die Drittlandübermittlung informieren. term-in speichert alle Daten in Deutschland (AWS Frankfurt), unterliegt deutschem Datenschutzrecht und liefert einen fertig ausgefüllten AVV mit. Besonders sensibel: Kundendaten im Beauty-Bereich können Gesundheitsdaten enthalten (Allergien, Hauttyp, Behandlungshistorie). Diese fallen unter Art. 9 DSGVO — besondere Kategorien personenbezogener Daten mit erhöhten Schutzanforderungen.

Migration: So wechseln Sie ohne Kundenverlust

Der Wechsel von Fresha zu einem neuen System muss nicht kompliziert sein. Bewährter 4-Wochen-Plan: Woche 1: Neues System einrichten, Dienste und Mitarbeiter anlegen, Buchungswidget auf der Website einbinden. Parallel läuft das alte System weiter. Woche 2: Stammkunden per SMS informieren — kurze, freundliche Nachricht: „Ab sofort können Sie noch einfacher bei uns buchen. Neuer Link: [URL]“. Google Business Profil mit neuem Buchungslink aktualisieren. Woche 3: Monitoring. Wie viel Prozent der Buchungen laufen bereits über das neue System? Ziel: 80%. Alte Buchungen die noch reinkommen manuell übertragen. Woche 4: Altes System deaktivieren. Alle Redirects prüfen. Fertig. Wichtig: Kundendaten (Name, Telefon, E-Mail) vorher exportieren. Die meisten Anbieter bieten einen CSV-Export. term-in kann diese CSVs direkt importieren.

Fazit: Für welchen Salontyp eignet sich was?

Fresha eignet sich besonders für: Salons weltweit. Stärke: Kostenloser Grundtarif, gutes Payment-System. term-in eignet sich besonders für: Deutsche Beauty-Salons die KI-basierte Buchung, automatische SMS-Erinnerungen und Google-Bewertungsmanagement in einem System wollen, ohne Plattform-Abhängigkeit und ohne Provisionen. Der ehrliche Rat: Beide Systeme kostenlos testen (term-in: 14 Tage, die meisten Mitbewerber bieten ähnliche Testzeiträume). Achten Sie beim Test auf: Wie einfach buchen Ihre Kunden wirklich? Kommen die SMS-Erinnerungen zuverlässig an? Wie reagiert der Support bei Fragen? Wie schnell lädt das Buchungswidget auf Ihrer Website? Die Antworten auf diese vier Fragen sind aussagekräftiger als jeder Feature-Vergleich.

Erfolgsgeschichten: Wie Salons No-Shows besiegt haben

Salon A (Hamburg, 3 Mitarbeiter): Vor der Digitalisierung 18% No-Show-Rate, €28.000 Jahresverlust. Nach Einführung von SMS-Erinnerungen und Online-Buchung: 6% No-Show-Rate, €9.300 Jahresverlust. Netto-Ersparnis: €18.700 pro Jahr bei €348 Systemkosten (term-in Pro). Salon B (München, 5 Mitarbeiter): Premium-Salon mit hohem Durchschnittspreis (€85). No-Show-Rate vorher: 12%. Jahresverlust: €39.000. Nach Einführung von SMS + Anzahlungssystem für Premium-Behandlungen: 3% No-Show-Rate. Jahresverlust: €9.750. Netto-Ersparnis: €29.250. Salon C (Berlin, Solo-Friseurin): Einpersonensalon, 10 Termine pro Tag. No-Show-Rate: 25%. Jeder No-Show bedeutete 30 Minuten nichts tun bei laufenden Fixkosten. Nach Einführung von Online-Buchung mit doppelter SMS: 7% No-Show-Rate. Gewonnene produktive Stunden pro Monat: 12. Zusatzumsatz: €750 monatlich.

Der deutsche Salonmarkt 2026: Zahlen und Fakten

Deutschland hat rund 80.000 Friseursalons, 15.000 Kosmetikstudios, 8.000 Nagelstudios und 5.000 Barbershops. Der Gesamtumsatz der Branche liegt bei €15,2 Milliarden pro Jahr. Durchschnittlicher Jahresumsatz pro Salon: €190.000. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl: 3,2. Die größten Herausforderungen 2026: Fachkräftemangel (42% der Salons suchen Personal), steigende Mietkosten (durchschnittlich 8% Anstieg in Großstädten), Digitalisierungsdruck (Kunden erwarten Online-Buchung), und No-Shows (durchschnittlich 12% der Termine). Der positive Trend: Zahlungsbereitschaft steigt. Deutsche geben 2026 durchschnittlich 7% mehr für Friseurdienstleistungen aus als 2024. Premium-Segmente wachsen überproportional. Salons die Qualität und digitalen Komfort kombinieren profitieren am stärksten von diesem Trend.

Psychologie des No-Shows: Warum Kunden nicht absagen

Das Nicht-Absagen hat psychologische Gründe die über reines Vergessen hinausgehen. Sozialer Druck: Viele Menschen empfinden das Absagen eines Termins als unangenehm — besonders wenn sie den Grund nicht nennen wollen. Lieber nicht erscheinen als erklären zu müssen warum. Prokrastination: Der Kunde denkt „ich sage später ab“ und vergisst es dann wirklich. Kognitive Dissonanz: Der Kunde will kommen, hat aber gleichzeitig etwas Besseres vor. Er löst den Konflikt indem er beides ignoriert. Die Lösung: Machen Sie das Absagen so einfach wie möglich. Ein einziger Link in der SMS-Erinnerung: „Können Sie nicht kommen? Hier mit einem Klick stornieren.“ Kunden die einfach stornieren können, tun das auch — und der Slot wird frei für die Warteliste. Jede Absage ist besser als ein No-Show, weil der Slot noch gerettet werden kann.

Negative Bewertungen als Chance nutzen

Eine negative Bewertung fühlt sich an wie ein Schlag ins Gesicht. Aber strategisch betrachtet ist sie eine Chance. Erstens: Ein Profil mit ausschließlich 5-Sterne-Bewertungen wirkt unglaubwürdig. 4,6-4,8 Sterne konvertieren besser als 5,0 weil sie authentischer wirken. Zweitens: Ihre Antwort auf negative Bewertungen ist Marketing. Potenzielle Neukunden lesen nicht nur die Bewertung, sondern auch Ihre Reaktion. Eine professionelle, empathische Antwort zeigt: „Dieser Salon nimmt Feedback ernst.“ Das überzeugt mehr als jede Werbeanzeige. Drittens: Konstruktives Feedback enthält oft echte Verbesserungspotenziale. Wenn drei Kunden die Wartezeit kritisieren, ist das kein Zufall sondern ein Signal. Die goldene Regel: Nie emotional reagieren. Immer 24 Stunden warten bevor Sie antworten. Immer sachlich und lösungsorientiert bleiben.

Provisionsmodelle: Fair bezahlen und motivieren

Das richtige Provisionsmodell motiviert Mitarbeiter zu mehr Leistung ohne die Teamdynamik zu zerstören. Die gängigsten Modelle: Fixer Stundenlohn + Umsatzprovision (5-15% auf alles über einem Mindestumsatz). Vorteil: Einfach, transparent, motivierend. Nachteil: Kann zu Konkurrenz im Team führen. Fixgehalt + Produktverkaufsprovision (15-25% auf verkaufte Produkte). Vorteil: Fördert Upselling ohne Terminkonkurrenz. Teamprovision (Bonus ab bestimmtem Gesamtumsatz aller Mitarbeiter). Vorteil: Fördert Zusammenarbeit. Nachteil: Trittbrettfahrer-Problem. Empfehlung für die meisten Salons: Faires Fixgehalt als Basis (über Branchendurchschnitt), plus individuelle Produktverkaufsprovision plus Team-Quartalsbonus. Das motiviert individuell und als Team, ohne toxischen Wettbewerb.

Treatwell-Provision: Die vollständige Kostenanalyse

Treatwells Provisionsmodell ist komplex. Neukunden (erstmalige Buchung über Treatwell): 20-35% Provision auf den Dienstleistungspreis. Bei einem €60-Service: €12-21 an Treatwell. Bestandskunden (erneute Buchung über Treatwell): 5-10% Provision. Bei €60: €3-6. Dazu: Monatliche Grundgebühr je nach Tarif und Region. Das Problem: Wenn ein Neukunde zum Stammkunden wird aber weiterhin über Treatwell bucht, zahlen Sie dauerhaft Provision. Bei 10 Besuchen pro Jahr à €60: €30-60 Provision pro Stammkunde pro Jahr. Bei 50 solchen Kunden: €1.500-3.000 jährlich für Kunden die längst „Ihre“ Stammkunden sind. Die wirtschaftlich sinnvolle Strategie: Treatwell als Neukunden-Akquise-Kanal nutzen, aber jeden Neukunden beim ersten Besuch aktiv zur Direktbuchung konvertieren.

Marketplace vs. eigene Präsenz: Langfristige Strategie

Treatwell, Booksy, Fresha — alle Marketplace-Modelle haben dasselbe Grundproblem: Sie bauen die Marke der Plattform auf, nicht Ihre eigene. Wenn ein Kunde „auf Treatwell“ bucht, verbindet er das positive Erlebnis mit Treatwell, nicht mit Ihrem Salon. Wenn Treatwell morgen die Preise verdoppelt oder den Dienst einstellt, stehen Sie ohne Kundenzugang da. Die nachhaltige Strategie: Eigene Online-Präsenz aufbauen. Eigene Website mit Buchungssystem. Eigene Google-Bewertungen. Eigener Kundenstamm mit Kontaktdaten. Marketplaces können ergänzend sinnvoll sein — als einer von mehreren Kanälen, mit maximal 20% der Buchungen. Aber Ihre Hauptbuchungsquelle sollte immer Ihre eigene Infrastruktur sein. Das ist teurer und aufwendiger kurzfristig, aber die einzige nachhaltige Strategie langfristig.

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Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Zahlen basieren auf Branchendurchschnitten.