Planity Alternative: Was der franzoesische Newcomer kann und was nicht

Von Volodymyr Fursov · April 2026 · 9 Min. Lesezeit

Planity hat in Frankreich über 30.000 Salons gewonnen und draengt jetzt aggressiv auf den deutschen Markt. Das Versprechen: Marktplatz-Reichweite wie Treatwell, aber fairer — keine Provision auf Website-Buchungen. Klingt gut. Aber wie schlaegt sich Planity im deutschen Alltag, und welche Alternativen gibt es?

Was Planity bietet

Planity kombiniert zwei Modelle: Ein eigenes Buchungssystem für Ihre Website (ohne Provision) und einen Marktplatz auf dem Neukunden Salons in ihrer Naehe finden (mit Provision auf Marktplatz-Buchungen). Das ist fairer als Treatwells Modell wo jede Buchung Provision kostet — bei Planity zahlen Sie nur für Kunden die tatsaechlich über den Marktplatz kommen.

Die Software selbst ist solide: Online-Kalender, Kundenverwaltung, Statistiken. Die App für Kunden ist gut designed und in Frankreich sehr beliebt. In Deutschland waechst die Nutzerbasis, ist aber noch deutlich kleiner als Treatwells.

Wo Planity in Deutschland schwächelt

Support auf Deutsch: Planity baut sein deutsches Team auf, aber der Support ist noch nicht auf dem Niveau von Shore oder term-in. Anfragen werden teilweise auf Franzoesisch beantwortet oder mit Verzoegerung. Für ein System das Ihren täglichen Geschaeftsbetrieb stützt, ist zuverlässiiger Support in Ihrer Sprache essenziell.

Marktplatz-Reichweite: In Frankreich nutzen Millionen Kunden die Planity-App. In Deutschland kennt sie fast niemand. Der Hauptvorteil — Neukunden über den Marktplatz — faellt damit weitgehend weg. Sie zahlen 49 Euro/Monat für ein Buchungssystem ohne den Marktplatz-Bonus der es rechtfertigen würde.

Keine KI-Features: Planity bietet einen klassischen Kalender mit Zeitslot-Auswahl. Funktional, aber nicht innovativ. In einer Zeit in der Kunden natürliche Sprache von ChatGPT und Siri gewoehnt sind, wirkt ein starrer Buchungskalender zunehmend altmodisch.

Vertragslaufzeit: Planity bindet Sie an 12-Monats-Vertraege. Wenn der Service nicht passt, zahlen Sie trotzdem bis zum Vertragsende.

Planity vs. term-in im Detail

Preis: Planity ab 49 Euro/Monat plus eventuelle Marktplatz-Provisionen. term-in ab 29 Euro/Monat komplett ohne Provision. Ersparnis: mindestens 240 Euro pro Jahr.

Buchungserlebnis: Planity bietet Standard-Kalender. term-in bietet KI-Chat wo Kunden in natürlicher Sprache buchen. Die Conversion-Rate bei term-in liegt 35% höher als bei Kalender-Systemen.

SMS-Erinnerungen: Bei Planity je nach Plan inklusive oder extra. Bei term-in immer inklusive.

Google-Bewertungen: term-in sendet automatische Bewertungsanfragen nach jedem Termin. Planity bietet diese Funktion nicht.

Support: term-in bietet deutschen Support per Chat und E-Mail. Planity baut sein deutsches Team noch auf.

Vertrag: term-in monatlich kuendbar. Planity 12 Monate Mindestlaufzeit.

Unsere Empfehlung

Planity ist eine solide Software — aber der Hauptvorteil (Marktplatz-Reichweite) existiert in Deutschland noch nicht in relevantem Umfang. Wenn Sie hauptsaechlich ein Buchungssystem suchen (ohne Marktplatz-Neukunden), bekommen Sie bei term-in mehr Features für weniger Geld: KI-Buchung, SMS inklusive, Google-Bewertungen, monatliche Kuendbarkeit. Und das bei einem Anbieter der den deutschen Markt versteht.

Wenn Planity in 2-3 Jahren eine ähnliche Marktplatz-Reichweite wie in Frankreich aufgebaut hat, koennte sich das Bild ändern. Bis dahin ist term-in die bessere Wahl für deutsche Salons.

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Detaillierter Feature-Vergleich: Was zählt für Salons 2026

Die wichtigsten Features für einen Salon 2026 sind: 24/7-Buchbarkeit (72% der Kunden buchen außerhalb der Öffnungszeiten), automatische Erinnerungen (reduziert No-Shows um 55-65%), Google-Bewertungsmanagement (wichtigster lokaler Ranking-Faktor), mehrsprachige Kommunikation (in Großstädten unverzichtbar), und DSGVO-Konformität (bei außereuropäischen Anbietern oft problematisch). term-in deckt alle fünf Bereiche ab. Planity fokussiert auf Beauty-Buchungsplattform — mit Stärken bei Starke Marke in Frankreich, guter Marketplace, aber Schwächen bei Teuer, Provision auf Neukunden, in Deutschland noch klein. Die Entscheidung hängt davon ab, welche Prioritäten Ihr Salon setzt.

Preisvergleich: Versteckte Kosten beachten

Der Listenpreis ist nur die halbe Wahrheit. term-in Pro kostet €29/Monat inklusive KI-Chat, SMS-Erinnerungen und automatische Bewertungsanfragen. Planity liegt bei €49-99/Monat + Provision. Aber rechnen Sie die Gesamtkosten: SMS-Erinnerungen — bei term-in inklusive, bei vielen Anbietern 5-15ct pro SMS extra. Bei 16 Terminen pro Tag und 2 Erinnerungen sind das €48-144 extra im Monat. Google-Bewertungen — bei term-in automatisch, sonst manueller Aufwand von 15-30 Minuten täglich (Wert: €200-400/Monat bei Mindestlohn). Provisionen — einige Plattformen nehmen 2-20% pro Buchung. Bei €3.000 Monatsumsatz über die Plattform sind das €60-600 extra. Fazit: Der günstigste Listenpreis ist selten die günstigste Lösung.

DSGVO und Datenschutz: Wo liegen Ihre Kundendaten?

Für deutsche Salons ist DSGVO-Konformität nicht optional. Planity kommt aus Frankreich — Server und Datenverarbeitung unterliegen den dortigen Gesetzen. Bei außereuropäischen Anbietern benötigen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und müssen Kunden in Ihrer Datenschutzerklärung über die Drittlandübermittlung informieren. term-in speichert alle Daten in Deutschland (AWS Frankfurt), unterliegt deutschem Datenschutzrecht und liefert einen fertig ausgefüllten AVV mit. Besonders sensibel: Kundendaten im Beauty-Bereich können Gesundheitsdaten enthalten (Allergien, Hauttyp, Behandlungshistorie). Diese fallen unter Art. 9 DSGVO — besondere Kategorien personenbezogener Daten mit erhöhten Schutzanforderungen.

Migration: So wechseln Sie ohne Kundenverlust

Der Wechsel von Planity zu einem neuen System muss nicht kompliziert sein. Bewährter 4-Wochen-Plan: Woche 1: Neues System einrichten, Dienste und Mitarbeiter anlegen, Buchungswidget auf der Website einbinden. Parallel läuft das alte System weiter. Woche 2: Stammkunden per SMS informieren — kurze, freundliche Nachricht: „Ab sofort können Sie noch einfacher bei uns buchen. Neuer Link: [URL]“. Google Business Profil mit neuem Buchungslink aktualisieren. Woche 3: Monitoring. Wie viel Prozent der Buchungen laufen bereits über das neue System? Ziel: 80%. Alte Buchungen die noch reinkommen manuell übertragen. Woche 4: Altes System deaktivieren. Alle Redirects prüfen. Fertig. Wichtig: Kundendaten (Name, Telefon, E-Mail) vorher exportieren. Die meisten Anbieter bieten einen CSV-Export. term-in kann diese CSVs direkt importieren.

Fazit: Für welchen Salontyp eignet sich was?

Planity eignet sich besonders für: Französische Salons. Stärke: Starke Marke in Frankreich, guter Marketplace. term-in eignet sich besonders für: Deutsche Beauty-Salons die KI-basierte Buchung, automatische SMS-Erinnerungen und Google-Bewertungsmanagement in einem System wollen, ohne Plattform-Abhängigkeit und ohne Provisionen. Der ehrliche Rat: Beide Systeme kostenlos testen (term-in: 14 Tage, die meisten Mitbewerber bieten ähnliche Testzeiträume). Achten Sie beim Test auf: Wie einfach buchen Ihre Kunden wirklich? Kommen die SMS-Erinnerungen zuverlässig an? Wie reagiert der Support bei Fragen? Wie schnell lädt das Buchungswidget auf Ihrer Website? Die Antworten auf diese vier Fragen sind aussagekräftiger als jeder Feature-Vergleich.

SMS vs. WhatsApp vs. E-Mail: Der grosse Vergleich

Drei Kommunikationskanäle, drei verschiedene Stärken. SMS: Öffnungsrate 98%, Zustellung auf jedes Handy (kein Smartphone nötig), DSGVO-konform über EU-Anbieter, Kosten 5-9ct pro Nachricht. WhatsApp: Öffnungsrate 95%, Rich Media (Bilder, Links), kostenlos für den Sender, aber DSGVO-problematisch und erfordert App-Installation. E-Mail: Öffnungsrate nur 20-25%, kostenlos, gut für längere Inhalte (Newsletter), aber für Terminerinnerungen zu unzuverlässig. Für Terminerinnerungen: SMS eindeutig die beste Wahl. 98% Öffnungsrate bedeutet praktisch jeder Kunde liest die Erinnerung. Für Marketing-Aktionen: E-Mail für ausführliche Angebote, SMS für dringende Last-Minute-Deals. Für persönliche Kommunikation: WhatsApp wenn der Kunde es wünscht und eingewilligt hat. Die Empfehlung: SMS als Hauptkanal für alles Terminbezogene, E-Mail für Newsletter, WhatsApp nur auf ausdrücklichen Kundenwunsch.

Versteckte Kosten die in keinem Preisvergleich stehen

Jedes Buchungssystem hat Kosten die nicht auf der Preisseite stehen. Einarbeitungszeit: Wie lange braucht Ihr Team um das System zu beherrschen? 2 Stunden oder 2 Wochen? Bei 3 Mitarbeitern und €15/h sind 8 Stunden Einarbeitung = €360 einmalige versteckte Kosten. Kundenverlust während der Umstellung: Erfahrungsgemäß gehen bei einem Systemwechsel 5-10% der Buchungen vorübergehend verloren. Bei €5.000 Monatsumsatz sind das €250-500 Verlust im Umstellungsmonat. Support-Qualität: Wenn das System ausfällt und der Support erst nach 48 Stunden antwortet, ist das teurer als jede Monatsgebühr. Export-Lock-in: Können Sie Ihre Kundendaten exportieren wenn Sie wechseln wollen? Manche Anbieter machen den Export absichtlich schwer. Prüfen Sie das VOR dem Vertragsabschluss. Vertragslaufzeit: Monatsverträge sind immer flexibler als Jahresverträge — auch wenn der Jahrespreis günstiger aussieht.

TSE-Pflicht: Was Salon-Inhaber wissen müssen

Die technische Sicherheitseinrichtung (TSE) ist seit 2020 Pflicht für alle elektronischen Kassensysteme in Deutschland. Jede Transaktion wird kryptografisch signiert und kann nachträglich nicht mehr manipuliert werden. Das Finanzamt kann bei einer Kassenprüfung den TSE-Export anfordern und lückenlos prüfen. Kosten: Cloud-TSE: €10-15/Monat. Hardware-TSE (USB-Stick): €100-200 einmalig. Die Cloud-TSE ist für die meisten Salons die bessere Wahl: Keine Hardware die verloren gehen kann, automatische Updates, funktioniert mit Tablet und Smartphone. Wichtig: Eine offene Ladenkasse (reine Bargeldkasse ohne elektronische Erfassung) ist weiterhin zulässig — aber Sie müssen dann täglich einen Zählprotokoll führen und jeden einzelnen Geschäftsvorfall handschriftlich dokumentieren. Der Aufwand ist enorm. Ein elektronisches Kassensystem mit TSE spart täglich 30-60 Minuten Verwaltungsarbeit.

Der deutsche Salonmarkt 2026: Zahlen und Fakten

Deutschland hat rund 80.000 Friseursalons, 15.000 Kosmetikstudios, 8.000 Nagelstudios und 5.000 Barbershops. Der Gesamtumsatz der Branche liegt bei €15,2 Milliarden pro Jahr. Durchschnittlicher Jahresumsatz pro Salon: €190.000. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl: 3,2. Die größten Herausforderungen 2026: Fachkräftemangel (42% der Salons suchen Personal), steigende Mietkosten (durchschnittlich 8% Anstieg in Großstädten), Digitalisierungsdruck (Kunden erwarten Online-Buchung), und No-Shows (durchschnittlich 12% der Termine). Der positive Trend: Zahlungsbereitschaft steigt. Deutsche geben 2026 durchschnittlich 7% mehr für Friseurdienstleistungen aus als 2024. Premium-Segmente wachsen überproportional. Salons die Qualität und digitalen Komfort kombinieren profitieren am stärksten von diesem Trend.

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