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Energie sparen im Salon: 10 Tipps für sofort

term-in Team · April 2026 · 8 Min. Lesezeit

Warum Energiesparen direkt Ihren Gewinn erhöht

Ein durchschnittlicher Friseursalon in Deutschland zahlt 3.000 bis 5.000 Euro pro Jahr für Strom und Wasser. Das klingt nach einem fixen Kostenpunkt, ist aber einer der wenigen Bereiche wo Sie sofort und ohne Investition Geld sparen können. 20 Prozent Reduktion sind realistisch, das sind 600 bis 1.000 Euro mehr Gewinn pro Jahr. Bei 30 Prozent Reduktion sprechen wir von 900 bis 1.500 Euro. Und das Beste: Jeder gesparte Euro geht direkt in Ihren Gewinn, nicht in Umsatz der noch versteuert werden muss.

Hier sind zehn Maßnahmen sortiert nach Wirkung, von sofort umsetzbar bis kleine Investition.

1. Föhne richtig nutzen

Föhne sind nach dem Durchlauferhitzer der zweitgrößte Stromfresser im Salon. Ein professioneller Föhne verbraucht 1.800 bis 2.200 Watt. Bei 6 Stunden täglichem Einsatz sind das 10-13 kWh pro Tag und Föhne. Bei 3 Föhnen und 250 Arbeitstagen: 7.500 bis 10.000 kWh, also 2.500 bis 3.500 Euro pro Jahr nur für Föhne.

Sofort-Tipp: Handtuchtrocknen vor dem Föhnen reduziert die Foehnzeit um 30-40 Prozent. Das spart nicht nur Strom sondern auch Zeit. Ein gut vorgetrocknetes Haar braucht 8 statt 15 Minuten unter dem Föhne. Bei 15 Kunden pro Tag sind das 100 Minuten gesparte Foehnzeit, fast zwei Stunden die Sie für Termine nutzen können.

Investitions-Tipp: Moderne Ionen-Föhne trocknen 20-30 Prozent schneller bei gleicher Wattzahl. Die Investition von 150-300 Euro pro Föhne amortisiert sich in 3-6 Monaten durch gesparten Strom und gewonnene Zeit.

2. Durchlauferhitzer optimieren

40 Prozent der Stromkosten eines Salons gehen für Warmwasser drauf. Der Durchlauferhitzer springt an sobald der Wasserhahn aufgedreht wird und heizt das Wasser von 10 auf 38-40 Grad. Jede Haarwäsche verbraucht etwa 10-15 Liter warmes Wasser und 0.3-0.5 kWh Strom.

Sofort-Tipp: Temperatur am Durchlauferhitzer von 60 auf 45 Grad reduzieren. Das Wasser wird am Hahn mit kaltem Wasser gemischt, also kommt es am Ende gleich warm an, aber der Erhitzer arbeitet weniger. Spart 15-20 Prozent Warmwasserkosten. Zweiter Tipp: Wassersparende Duschkoepfe an den Waschbecken. Kosten 20-30 Euro pro Stück, reduzieren den Wasserverbrauch um 30-50 Prozent bei gleichem Waschergebnis.

3. LED-Beleuchtung umrüsten

Wenn Sie noch Halogenlampen oder gar Glühbirnen verwenden, ist LED-Umrüstung der schnellste Return on Investment den Sie machen können. Eine 50-Watt Halogenlampe erzeugt die gleiche Helligkeit wie eine 7-Watt LED. Bei 20 Lampen im Salon und 10 Stunden täglichem Betrieb sparen Sie 8.600 kWh pro Jahr. Das sind bei 30 Cent pro kWh fast 2.600 Euro. Die Umrüstung kostet 200-400 Euro und amortisiert sich in 2-3 Monaten.

Wichtig für Salons: Wählen Sie LEDs mit einem CRI-Wert von mindestens 90. Der Color Rendering Index bestimmt wie natürlich Farben aussehen. Bei einem niedrigen CRI sehen Haarfarben verfälscht aus, was Ihre Arbeit schlechter wirken lässt. Gute Salon-LEDs kosten 5-10 Euro pro Stück und halten 15 bis 20 Jahre.

4. Standby-Verbrauch eliminieren

Glaetteisen, Lockenstab, Haube, Radio, Bildschirm: Alles was im Standby läuft verbraucht Strom. Einzeln sind es Kleinbetraege, zusammen 200-400 kWh pro Jahr. Lösung: Schaltbare Steckdosenleisten. Am Ende des Tages einen Schalter umlegen, alles ist aus. Kosten: 15 Euro pro Leiste. Amortisation: 2 Monate.

5. Waschmaschine und Trockner effizient nutzen

Handtücher und Umhänge waschen kostet Strom und Wasser. Zwei Regeln: Immer volle Maschinen laufen lassen, eine halbvolle Maschine verbraucht fast genauso viel wie eine volle. Und: 60 Grad reicht für Handtücher völlig aus, Sie brauchen keine 90 Grad. Moderne Waschmittel desinfizieren bei 60 Grad zuverlässig. Das spart 30 Prozent Strom pro Waschgang.

Beim Trockner: Wenn Sie Platz haben, trocknen Sie Handtücher an der Luft. Ein Trockner verbraucht 2-4 kWh pro Ladung. Bei täglichem Einsatz sind das 500-1.000 kWh pro Jahr. Wäscheständer kosten nichts und brauchen keinen Strom.

6. Heizung und Kühlung intelligent steuern

Ein Salon mit offener Tür im Sommer und Vollheizung im Winter verschwendet Energie. Programmierbare Thermostate die 30 Minuten vor Oeffnung hochheizen und 30 Minuten vor Schluss runterregeln sparen 10-15 Prozent Heizkosten. Kosten: 30-50 Euro pro Thermostat, Amortisation in einer Heizsaison.

Im Sommer: Ein Deckenventilator für 100 Euro kueht den Salon für einen Bruchteil der Kosten einer Klimaanlage. Und: Rollläden oder Sonnenschutzfolie an Südenstern reduzieren die Aufheizung um bis zu 70 Prozent.

7. Wasser sparen ohne Qualitätsverlust

Ein Salon verbraucht 50.000 bis 80.000 Liter Wasser pro Jahr. Der größte Posten: Haarwäsche. Durchschnittlich 10-15 Liter pro Wäsche bei einem offenen Wasserhahn. Mit einem Sparduschkopf reduzieren Sie das auf 6-8 Liter ohne dass der Kunde einen Unterschied merkt. Bei 20 Waechen pro Tag spart das 80-140 Liter täglich, also 20.000-35.000 Liter pro Jahr.

Kosten für Wasser plus Abwasser in Deutschland: etwa 4-6 Euro pro Kubikmeter. Bei 25.000 Liter Einsparung sind das 100-150 Euro. Nicht viel, aber zusammen mit der Stromersparnis für Warmwasser kommen Sie auf 400-600 Euro jährlich allein durch Sparduschkoepfe für 30 Euro pro Stück.

8. Geräte bei Nichtbenutzung ausschalten

Glaetteisen die den ganzen Tag aufgeheizt auf der Ablage liegen obwohl sie nur 4 Mal benutzt werden: Das ist wie eine Herdplatte die Sie morgens einschalten und abends ausschalten. Ein Glaetteisen verbraucht 40-80 Watt im Betrieb. Acht Stunden laufen lassen für 20 Minuten Nutzung kostet Sie 100-150 kWh pro Jahr und Gerät.

Lösung: Geräte nur einschalten wenn sie gebraucht werden. Moderne Glaetteisen heizen in 30-60 Sekunden auf, die Wartezeit ist minimal. Oder investieren Sie in Geräte mit Abschaltautomatik: Nach 30 Minuten ohne Benutzung schalten sie sich selbst aus.

9. Energieaudit machen lassen

Viele Stadtwerke und Energieversorger bieten kostenlose oder geförderte Energieberatungen für Kleinbetriebe an. Ein Berater kommt in Ihren Salon, analysiert Verbrauch und Geräte, und gibt konkrete Empfehlungen. Förderung: Das BAFA Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst Energieberatungen für KMU mit bis zu 80 Prozent. Ihre Kosten: 100-200 Euro für eine professionelle Analyse die Ihnen tausende Euro spart.

10. Nachhaltigkeit als Marketingvorteil nutzen

Immer mehr Kunden wählen ihren Salon nach Nachhaltigkeitskriterien. Ein Aufkleber Wir sparen 30 Prozent Energie oder Dieser Salon nutzt 100 Prozent Oekostrom kostet nichts und differenziert Sie von der Konkurrenz. Posten Sie Ihre Maßnahmen auf Instagram: Neue LED-Beleuchtung installiert, spart 2.600 kWh pro Jahr. Das ist authentischer Content der Engagement und Respekt bringt.

Und vergessen Sie nicht: Alle Investitionen in Energieeffizienz sind vollständig als Betriebsausgaben absetzbar. LED-Lampen, Sparduschkoepfe, programmierbare Thermostate, alles reduziert Ihre Steuerlast im Jahr der Anschaffung. Sie sparen also doppelt: weniger Energiekosten und weniger Steuern.

Foerderprogramme und Finanzierung für energieeffiziente Salons

Viele Saloninhaber wissen nicht, dass es zahlreiche staatliche Foerderprogramme für Energieeffizienz-Maßnahmen in Kleinbetrieben gibt. Das Bundesamt für Wirtschaft und Klimaschutz BAFA bietet Zuschüsse für Energieberatungen und Investitionen in effiziente Technik. Die KfW-Bank vergibt zinsgünstige Kredite für energetische Sanierungen, zum Beispiel für den Austausch alter Durchlauferhitzer gegen moderne Wärmepumpen-Systeme oder für die Daemmung von Schaufensterfronten.

Auch auf Landesebene gibt es Programme die speziell auf Handwerksbetriebe zugeschnitten sind. In vielen Bundesländern erhalten Sie bis zu 40 Prozent Zuschuss für LED-Umrüstung, neue Klimaanlagen oder Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach. Eine Solaranlage auf dem Flachdach eines Salons kann bei guter Ausrichtung 3.000-5.000 kWh pro Jahr erzeugen und damit einen erheblichen Teil Ihres Stromverbrauchs abdecken. Die Anschaffungskosten von 5.000-8.000 Euro amortisieren sich durch die Stromersparnis und die Einspeiseverguetung innerhalb von 5-7 Jahren. Sprechen Sie mit Ihrer Handwerkskammer oder Ihrem Steuerberater über aktuelle Foerdermöglichkeiten. Die Anträge sind oft einfacher als gedacht und die Ersparnis ist erheblich.

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Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Zahlen basieren auf Branchendurchschnitten.