Die letzte Preiserhöhung ist 2 Jahre her, die Kosten steigen, aber Sie trauen sich nicht? Dieser Guide zeigt wie Sie Preise erhöhen — und warum die meisten Salons zu lange warten.
Viele Friseursalons in Deutschland haben ihre Preise in den letzten 18 Monaten nicht erhöht — obwohl die Kosten für Produkte um 12%, Energie um 25% und Mindestlohn um 15% gestiegen sind. Der Grund ist fast immer Angst: „Wenn ich die Preise erhöhe, gehen meine Kunden.“ Die Realität: Studien zeigen dass bei einer Preiserhöhung von 10-15% weniger als 5% der Kunden abwandern. Und die die gehen, waren meistens die preissensiblen Kunden mit den meisten No-Shows und dem geringsten Umsatz pro Besuch.
Sofort, wenn eine dieser Bedingungen zutrifft: Ihre letzte Erhöhung ist über 12 Monate her. Ihre Auslastung liegt dauerhaft über 80%. Sie haben eine Warteliste oder müssen Kunden ablehnen. Ihr Google-Score liegt über 4.5 mit 100+ Bewertungen. Ihre Preise liegen unter dem Stadtdurchschnitt. Falsche Zeitpunkte: Januar (Kunden sind nach Weihnachten sparsam), direkt nach negativer Presse, mitten in der Urlaubszeit. Beste Zeitpunkte: September (Schulanfang, neues Halbjahr), März (Frühjahrsaufschwung), oder nach einer sichtbaren Verbesserung (Renovierung, neues Team, neue Technologie).
10% Erhöhung: Sicher, kaum spürbar für Kunden. Von €35 auf €38 — die meisten merken es nicht. 15% Erhöhung: Optimal wenn Sie 18+ Monate nicht erhöht haben. Von €35 auf €40 — eine runde Zahl die psychologisch besser funktioniert. 20% Erhöhung: Maximal auf einmal. Von €35 auf €42. Darüber nur wenn Sie gleichzeitig einen sichtbaren Mehrwert bieten (Renovierung, neue Premium-Produkte). Wenn Sie 30% erhöhen müssen: Teilen Sie es in 2 Erhöhungen im Abstand von 6 Monaten auf.
Die FALSCHE Art: Zettel an der Tür „Ab 01.04. neue Preise.“ Kalt, unpersönlich, überraschend. Die RICHTIGE Art: 1) Ankündigung 4 Wochen vorher — per SMS an alle Stammkunden (term-in kann das). 2) Persönlich beim nächsten Besuch erwähnen. 3) Begründung geben — nicht rechtfertigen. „Wir investieren in hochwertigere Produkte und besseren Service. Ab April passen wir unsere Preise an.“ 4) Mehrwert betonen: Was bekommt der Kunde jetzt Besseres? Neue Produkte, längere Behandlungszeit, digitale Buchung, SMS-Erinnerungen.
Die nachhaltigste Strategie: Positionieren Sie sich so dass Preis nicht mehr das Hauptargument ist. Premium-Signale: Professionelle Online-Präsenz (Website mit Buchung, nicht nur Instagram). 4.7+ Google-Score mit 100+ Bewertungen. Hochwertige Produktlinien sichtbar im Salon. Professionelle SMS-Kommunikation (automatische Erinnerungen, Bewertungsanfragen). Konsistente Markenästhetik über alle Touchpoints. term-in trägt direkt zu drei dieser Signale bei: professionelle Online-Buchung, SMS-Kommunikation und Google-Bewertungen. Ein Salon der professionell kommuniziert, kann höhere Preise verlangen — weil die wahrgenommene Qualität steigt.
1) Runde Zahlen vermeiden: €39 statt €40 (der Klassiker, funktioniert immer noch). 2) Anker setzen: Zeigen Sie zuerst die teuerste Behandlung. Alles andere wirkt danach günstig. 3) Pakete schnüren: „Schnitt + Pflege + Styling“ für €69 statt Einzelleistungen für €75. Der Kunde spart, Sie verkaufen mehr. 4) Premium-Tier einführen: Bieten Sie eine „Signature-Behandlung“ für €89 an. Die meisten buchen die mittlere Option — die jetzt teurer ist als vorher, aber günstiger als das Premium-Paket.
Es werden sich Kunden beschweren. So reagieren Sie: „Ich verstehe dass Preiserhöhungen nicht schön sind. Unsere Kosten für Produkte und Energie sind in den letzten 2 Jahren um 20% gestiegen. Um Ihnen weiterhin die gleiche Qualität bieten zu können, mussten wir anpassen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.“ Nicht diskutieren, nicht rechtfertigen, nicht nachgeben. Wenn ein Kunde deshalb geht: Das ist okay. Der Stuhl wird von einem Kunden besetzt der Ihren Wert schätzt. Und bei höheren Preisen brauchen Sie weniger Kunden für den gleichen Umsatz.
Aktuell: 18 Kunden/Tag, €35 Durchschnitt = €630/Tag = €15.120/Monat. Nach 10% Erhöhung (€38.50): Selbst wenn 5% der Kunden gehen (17,1 Kunden): €38.50 × 17,1 = €658/Tag = €15.800/Monat. Das sind €680 MEHR pro Monat — bei WENIGER Arbeit. Bei 15% Erhöhung und 5% Kundenverlust: €40.25 × 17,1 = €688/Tag = €16.520/Monat. €1.400 mehr pro Monat. In einem Jahr: €16.800 zusätzlicher Gewinn. Für eine Entscheidung die 30 Minuten Vorbereitung braucht.
Statt bestehende Preise zu erhöhen, können Sie auch neue Premium-Services einführen: Olaplex-Behandlung (€25-40 Aufpreis, Produktkosten €5-8), Kopfhautanalyse mit Beratung (€15 Aufpreis, Kosten €0), Express-Styling ohne Waschen (€20-25, schnell und profitabel), Brow-Bar Service (€12-18, 10 Minuten Aufwand), Detox-Haarkur (€20-30 Aufpreis). Diese Add-ons erhöhen den Durchschnittspreis um €10-20 ohne dass der Basispreis steigt. Ein Salon mit 15 Kunden/Tag der im Schnitt €12 an Zusatzleistungen verkauft: €180 Mehrumsatz täglich, €4.320 pro Monat. Ohne einen einzigen Stammkunden zu verlieren.
Kunden akzeptieren höhere Preise wenn der Service professioneller wirkt. Drei digitale Investments die sofort wirken: 1) Online-Buchung mit KI-Chat (term-in €29/Monat) — signalisiert Modernität und Professionalität. 2) Automatische SMS-Erinnerungen — zeigt dass Sie den Kunden wertschätzen. 3) Systematische Google-Bewertungen — ein Salon mit 4.8 Sternen und 200 Bewertungen KANN mehr verlangen als einer mit 4.0 und 20. Die Investition: €29/Monat. Die Wahrnehmung: „Dieser Salon ist professionell, modern und kümmert sich.“ Das ist Premium-Positionierung für weniger als einen Euro pro Tag.
Die Formel für profitable Preise: (Materialkosten + anteilige Fixkosten + Arbeitszeit × Stundensatz) × 1,3 (Gewinnmarge). Beispiel Herrenschnitt: Materialkosten €2, Fixkosten-Anteil €8 (Miete, Strom, Versicherung für 30 Minuten), Arbeitszeit 30min × €25/h = €12,50. Summe: €22,50. Mit 30% Marge: €29,25. Viele Salons kalkulieren unter ihren echten Kosten weil sie Fixkosten nicht einrechnen. Jede Preiserhöhung von nur 5% steigert den Gewinn um 15-25% — weil die Kosten gleich bleiben. Konkret: Ein Salon mit €15.000 Monatsumsatz und 5% Preiserhöhung hat €750 mehr Umsatz, davon gehen nur €50 für Mehrverbrauch ab — €700 Reingewinn.
Upselling im Salon bedeutet nicht aufdringlich zu sein, sondern gezielt passende Zusatzleistungen anzubieten. Die erfolgreichsten Methoden: 1) Beratungsupsell — „Ihre Spitzen sind etwas trocken. Eine Pflege-Behandlung würde da helfen. Soll ich das direkt mitmachen?“ Akzeptanzrate: 35%. 2) Kombi-Angebote — „Schnitt + Barttrimm zusammen statt einzeln: Sie sparen €5.“ Akzeptanzrate: 45%. 3) Produktverkauf an der Kasse — „Das Shampoo das ich heute verwendet habe, möchten Sie es mitnehmen?“ Akzeptanzrate: 20%. Bei 16 Terminen pro Tag und €8 durchschnittlichem Upsell-Wert bei 30% Akzeptanz: €38 extra pro Tag, €990 extra pro Monat.
Die Auslastung ist der stärkste Umsatzhebel. 10% mehr Auslastung bedeuten 10% mehr Umsatz bei gleichen Fixkosten. Strategien: Lückenfüller-Angebote — SMS an Stammkunden wenn ein Slot kurzfristig frei wird („Heute 15 Uhr frei? 15% Rabatt!“). Schwachlast-Preise — Dienstag und Mittwoch 10% günstiger, Samstag Premiumpreis. Online-Buchung — Kunden buchen auch nachts und am Wochenende. Wartelisten — Automatische Nachbesetzung bei Stornierungen. Ein durchschnittlicher Salon hat 15-20% Leerzeit. Halbierung dieser Leerzeit bedeutet bei €15.000 Monatsumsatz: €1.125-1.500 Mehrumsatz pro Monat.
Morgens, 7:00 Uhr: Das System hat über Nacht 4 neue Buchungen entgegengenommen. 8:00 Uhr: Automatische SMS-Erinnerungen gehen an alle heutigen Kunden raus. 10:30 Uhr: Ein Kunde storniert per SMS-Link. Innerhalb von 3 Minuten wird der Slot automatisch an den nächsten Kunden auf der Warteliste angeboten. 14:00 Uhr: Nach einem zufriedenen Kundenbesuch geht automatisch eine Google-Bewertungsanfrage raus. 18:00 Uhr: Tagesabschluss — das System zeigt: 16 Termine, 0 No-Shows, 2 neue Bewertungen, 3 Buchungen für morgen. Die Salon-Inhaberin hat keinen einzigen manuellen Verwaltungsschritt gemacht. So sieht Digitalisierung im Alltag aus — nicht als Revolution, sondern als stille Effizienzmaschine im Hintergrund.
Shore ist Teil des Telekom-Ökosystems. Für Salons die bereits Telekom-Kunde sind bietet das potenzielle Synergien: Eine Rechnung für Telefon, Internet und Buchungssystem. Mögliche Bündelrabatte. Ein Ansprechpartner für alles. Aber: Großkonzern-Dynamik bedeutet auch: Langsamere Innovation (Features brauchen länger bis zur Umsetzung), weniger Flexibilität bei individuellen Wünschen, Support über Call-Center statt direktem Entwickler-Kontakt, Risiko dass Shore als Telekom-Produkt anders priorisiert wird als als eigenständiges Startup. Kleinere Anbieter wie term-in können schneller auf Kundenfeedback reagieren, Features innerhalb von Wochen statt Monaten umsetzen, und direkten Kontakt zum Entwicklungsteam bieten. Die Frage ist: Was ist Ihnen wichtiger — Konzern-Sicherheit oder Startup-Agilität?
Das richtige Provisionsmodell motiviert Mitarbeiter zu mehr Leistung ohne die Teamdynamik zu zerstören. Die gängigsten Modelle: Fixer Stundenlohn + Umsatzprovision (5-15% auf alles über einem Mindestumsatz). Vorteil: Einfach, transparent, motivierend. Nachteil: Kann zu Konkurrenz im Team führen. Fixgehalt + Produktverkaufsprovision (15-25% auf verkaufte Produkte). Vorteil: Fördert Upselling ohne Terminkonkurrenz. Teamprovision (Bonus ab bestimmtem Gesamtumsatz aller Mitarbeiter). Vorteil: Fördert Zusammenarbeit. Nachteil: Trittbrettfahrer-Problem. Empfehlung für die meisten Salons: Faires Fixgehalt als Basis (über Branchendurchschnitt), plus individuelle Produktverkaufsprovision plus Team-Quartalsbonus. Das motiviert individuell und als Team, ohne toxischen Wettbewerb.
Treatwells Provisionsmodell ist komplex. Neukunden (erstmalige Buchung über Treatwell): 20-35% Provision auf den Dienstleistungspreis. Bei einem €60-Service: €12-21 an Treatwell. Bestandskunden (erneute Buchung über Treatwell): 5-10% Provision. Bei €60: €3-6. Dazu: Monatliche Grundgebühr je nach Tarif und Region. Das Problem: Wenn ein Neukunde zum Stammkunden wird aber weiterhin über Treatwell bucht, zahlen Sie dauerhaft Provision. Bei 10 Besuchen pro Jahr à €60: €30-60 Provision pro Stammkunde pro Jahr. Bei 50 solchen Kunden: €1.500-3.000 jährlich für Kunden die längst „Ihre“ Stammkunden sind. Die wirtschaftlich sinnvolle Strategie: Treatwell als Neukunden-Akquise-Kanal nutzen, aber jeden Neukunden beim ersten Besuch aktiv zur Direktbuchung konvertieren.
Wie digital ist Ihr Salon wirklich?
Kostenloser Salon Digital Check →Jetzt testen: Gratis Salon Digital Check → | No-Show Rechner →
Alles aus einer Hand — ab €499/Monat
Website, KI-Buchung, Google Ads, SEO, Bewertungen — wir übernehmen alles für Ihren Salon.
Enterprise entdecken →